Hank Davison - The World Of Bluesbird

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Hall Of Fame
Hank Davison, Biker, Rocker der alten Schule, grandioser Musiker, 
großer Bruder und Freund!




1986 - In dem kleinen Dorf im Schwabenländle ist es vorbei mit der idyllischen Ruhe. "Hanks Hard Rock Cafe" hat eröffnet. Jedes Wochenende brettern hunderte Bikes durch die Strassen des kleinen Ortes, um in „Hank´s Hard Rock Cafe“ mit anderen Bikern ein Bierchen zu trinken und ein bisschen Benzin zu quatschen.
Die urige Kneipe, die etwas ausserhalb des Ortes in einem alten Bauernhaus liegt, ist seit kurzem der angesagte Treffpunkt für Biker, Motorradenthusiasten und Fans des guten alten Rock und Countryblues.
Motorräder aller Marken stehen in langen Reihen vor dem Haus, die Brothers und Sisters haben sich um den riesigen Schwenkgrill versammelt, an dem Hank himself steht und seine Spezialität bruzzelt - Schweinenackensteaks mit Jack Daniels flambiert.
Mit seinem Freund BOB RAMIREZ greift der Wirt auch schon mal selbst in die Saiten. Dann gibt’s bei Bier und Steaks Livemusik bis in die frühen Morgenstunden.
Alles in allem – ein kleines Paradies für Biker und Rockfans.
1988 - Das Paradies ist Geschichte. „Hanks Hard Rock Cafe“ wird von der Polizei geschlossen und versiegelt. Vorher gibt es eine drei Tage dauernde „wir saufen den Laden leer - Party“, bei der die letzten Getränke umsonst über den Tresen gehen.
Ärger mit Behörden, Polizei, Nachbarn und der Brauerei haben letztendlich zur Schließung geführt. Nicht jeder hat gerne eine Bikerkneipe vor der Tür. Bob verschwindet spurlos, Hank steht mit einem riesigen Schuldenberg da, seine damalige Freundin macht Schluss und zu allem Überfluss wird er noch mit ein paar Gramm Haschisch erwischt und verschwindet für eineinhalb Jahre hinter schwedischen Gardinen. Super gelaufen.
Im Gefängnis beginnt er, an seiner Idee mit der Bikerband zu arbeiten. Er entwickelt Konzepte, schreibt Songs und Texte, nimmt Kontakt zu Musikern auf - die Bikerband nimmt langsam Formen an. Nahezu jeden Tag kontaktiert Hank per Post Motorradclubs und Veranstalter und vereinbart erste Konzerte aus der Knastzelle heraus.
1990 - Die H. Davison Band wird zur Hank Davison Band und spielt im Vorprogramm von MOLLY HATCHET in der Ausgburger Schwabenhalle. Über eintausendfünfhundert Fans feiern MOLLY HATCHET aber auch ihre Supportband die an diesem Abend zur Superform aufläuft. Die örtliche Presse hebt “ihre” neue Lokalband in den siebten Rock & Roll - Himmel. Danach ist das „Clochard“ (zu dieser Zeit der angesagte Liveclub in Augsburg) an mehreren Tagen hintereinander ausverkauft.
Die Hank Davison Band ist an beinahe jedem Wochenende auf Bikertreffen der umliegenden Motorradclubs unterwegs. Der Tourveranstalter von MOLLY HATCHET, Rainer Hänsel ist von der HDB so angetan, dass er sie ins Vorprogramm von TEN YEARS AFTER und STEPPENWOLF bucht.
Im Sommer folgt eine zweiwöchige Tour durch Polen. Dort tritt die Band auf dem RAWA-Bluesfestival in Oberschlesien vor über 12.000 begeisterten Rockfans auf.



1991 - Die Hank Davison Band ist als Vorgruppe für die Climax Blues Band engagiert. Ein paar Wochen vor dem Konzert fängt es an zu kriseln. Die Musiker wollen nicht mehr auf Rockerfesten rumtingeln - die Band hat Angebote aus der Plattenindustrie, wenn man Hank dazu bringen könnte, seinen Bart abzuschneiden und auf die Rockerszene zu verzichten, kommerzielle deutschsprachige Popmusik zu machen, könnte es mit einer großen Plattenfirma und einem professionellen Management ziemlich steil nach oben gehen. Wie gesagt, erste (finanziell) gute Angebote waren da. Die HDB wäre dann zwar keine Bikerband mehr aber es würde richtig Kohle geben. - Hank sagt no! - Er lässt sich seine Idee von der Bikerband nicht ausreden.
Kurz vor dem Konzert mit der Climax Blues Band trennen sich die Musiker von ihrem sturen Sänger. In einer Hauruck - Aktion organisiert Hank andere Musiker und zieht nach zwei Wochen intensiver Proben den Vorgruppenjob erfolgreich durch.
Ein paar Monate später geht die Band mit TEN YEARS AFTER auf Tour. In neuer Besetzung (vox: Hank Davison, guitar: Doc Reinelt, bass: Alex Klier, drums: Stefan Bauer) rocken die Jungs was das Zeug hält.
Auf der GERMAN BIKE WEEK spielt die Band vor tausenden Bikern. Die großen Motorradclubs buchen "ihre" Bikerband" auf die größten Bikertreffen Europas und auch die Musikszene wird immer mehr auf die HDB aufmerksam.
1992 - Lewis the prince of bluesrock" Glover (harp/vox) und Wolf Schludi (guitar/Vox) steigen in die HDB ein. Statt Alex Klier zupft nun Andy Kristall den Bass. Fiffi "the mad dog" Morgan übernimmt den Job als Barkeeper an der inzwischen zum Kult gewordenen Whiskeybar, ein festes Relikt auf jeder Hank Davison Bühne. Die Getränkeversorgung muss einfach stimmen.
Die Hank Davison Band spielt mit LYNYRD SKYNYRD, MOTHERS FINEST, LUTHER ALLISON, DEMON und BIRTHCONTROL. Zahlreiche Bikertreffen in Deutschland, Österreich und der Schweiz halten die Band jedes Wochenende auf Trab. Über 70 Konzerte spielen die Musiker in diesem Jahr, darunter das HARLEY JAMBOREE in Berlin/Biesental und die Jahresparty der BIKER UNION in Schleiz. Auf der Messe FASZINATION MOTORRAD in Sinsheim muß das Konzert der HDB abgebrochen werden, weil in die Halle, die normalerweise 5.000 Leute fasst, sich über 7.000 Personen gedrängt haben und am Eingangsbereich eine Panik auszubrechen droht.
Vor über 2.500 Leuten supportet die HDB eines der letzten Konzerte, das Gitarrenlegende RORY GALLAGHER vor seinem Tod gegeben hat.
Die Konzerte beim Jahrestreffen der BIKER UNION werden live mitgeschnitten und der Sampler „Live in Schleiz 1992“ erscheint. Die Hank Davison Band ist mit drei Livesongs darauf zu hören.
1997. Die HDB hat einige Konzerte als Support von JETHRO TULL und spielt auf den GIANTS OF ROCK mit MEAT LOAF und den SCORPIONS im Augsburger Rosenau Stadion. Das Konzert am Augsburger Plärrer erreicht mit über 7.500 Fans seinen Höhepunkt.
Bei der fast dreistündigen Liveshow am Samstagabend auf der GERMAN BIKE WEEK treten GLENN HUGHES von DEEP PURPLE/TRAPEZE, BOBBY KIMBALL von TOTO, ADOLFO FITO DE LA PARRA von CANNED HEAT und und DICKIE PETERSON von BLUE CHEER in der Hank Davison Band auf. Um Mitternacht endet das Konzert vor 17.000 Zuschauern in einem zwanzigminütigen Feuerwerk.
Zwischen Hank und Dickie entwickelt sich in den Jahren eine immer enger werdende Freundschaft. Die beiden Musiker sollen noch viel zusammen machen.
Auf dem Dealerday der Fa. Zodiac in Holland trifft Hank Davison den Customizer - Papst ARLEN NESS und den mehrmaligen Dragster Weltmeister TON PELS.
In der Shaped CD Serie der Fa. UMAP erscheint die Folge “Panhead” mit der Hank Davison Band. Hank Davison und Bob Ramirez treffen sich nach langer Zeit wieder und nehmen fünf Songs unplugged in einem kleinen Studio auf. Die Single-CD „Dos Hombres – songs from the south“ erscheint in limitierter Auflage nur 100 mal und wird zum absoluten Sammlerstück.

1999. Im Frühjahr unterzieht Hank sich einer Ohrenoperation. Dabei gibt es Komplikationen und der Sänger erleidet einen schweren Kleinhirninfarkt und fällt ins Koma. Als Hank erwacht ist alles anders. An Liveauftritte ist nicht mehr zu denken. DICKIE PETERSON zieht für ein paar Wochen bei Hank ein und die beiden Musiker üben jeden Tag stundenlang, gehen viel spazieren und unterhalten sich viel. Dabei entsteht die Idee etwas neues (altes) aufzuziehen. Hank ruft zusammen mit Dickie (vox/bass), Michael Win (guitar), und Lewis "the prince of bluesrock" (harp/vox) die Formation Hank Davison & Friends ins Leben. Nur drei akustische Gitarren und eine Mundharmonika - kein Schlagzeug, keine Percussion. Ein bodenständiger aussergwöhnlicher Sound.
Ein halbes Jahr nach der Operation geht Hank ins Studio und beginnt, mit altem Material aus der Gründungzeit der Band, an einer CD zum zehnjährigen Jubiläum zu arbeiten. “The Early Tapes”- wird eine Doppel - CD, auf der ein komplettes Livekonzert aus dem Jahr 1990 zu hören ist. Zeitgleich erscheint in Amerika der Sampler „Born To Ride“. Die Amis hatten nach den zwanzig besten Bikerbands der Welt gesucht und waren bei ihren Recherchen auf die deutsche Band gestossen.
Im amerikanischen Biker - Fernsehsender „Born To Ride“ läuft das Intro der HDB täglich als Titelmelodie.

2000. Beim Toyrun in Erlangen ist Hank Davison nach seiner schweren Krankheit wieder zum ersten mal live zu hören. Eineinhalb Stunden zeigt der Meister des Bikerrock, dass er "still alive and well" ist und dass zwei akkustische Gitarren und eine Mundharmonika vollkommen ausreichen, um Southern-Rock überzeugend rüberzubringen. Im Laufe des Jahres erholt sich Hank mehr und mehr und spielt mit seiner Akustikbesetzung immer wieder auf kleinen Bikerfeten und Partys. Fast auf den Tag genau nach zehn Jahren ist Hank Davison & Friends - unplugged im Vorprogramm von MOLLY HATCHET engagiert. Phil Mc Cormack, der Sänger von MOLLY HATCHET ist vom Sound seiner Vorgruppe so begeistert, dass er Hank Davison zum Abschluss seiner Show noch mal auf die Bühne holt. Gemeinsam präsentieren die Musiker den Klassiker „It´s all over now“ vor über 2000 begeisterten Fans.
2002 - Nach fast drei Jahren Bandpause findet im Augsburger Spectrum das erste Konzert mit der Hank Davison Band statt (vox: Hank Davison, guitar: Doc. Reinelt, guitar/vox: Wolf Schludi, harp/vox: Lewis "the prince of bluesrock" Glover, bass: Al Morris, drums: Andy Dick). Die Augsburger feiern die Wiederauferstehung ihres local heroes.
Die Hank Davison Band kehrt in die Bikerszene zurück.

Im Jahr 2002 bekommt DICKIE PETERSON einen traurigen Anruf von seinem Bruder JERRE, einem hervorragenden Country- und Bluesmusiker. JERRE eröffnete Dickie dass er Krebs und wohl nur noch einige Wochen zu leben hat. Er wollte nur noch einmal mit seinem Bruder, mit dem er damals in den sechziger Jahren die Formation BLUE CHEER gegründet hatte gemeinsam auf der Bühne stehen. Hank konnte sieben Konzerte organisieren.
Trotz des traurigen Grundes liessen die Musiker nichts anbrennen. Eigene Songs, Standarts in aussergewöhnlichen Versionen, ausgiebige Solos - eine ganze Menge Rock & Roll - die fünf alten Herren zeigten noch mal so richtig wo der Hammer hängt. Eines dieser Konzerte (Augsburg - Spectrum) wurde live mitgeschnitten. Derzeit produziert Hank eine Doppel CD, das die Highlights dieses mehr als dreistündigen Konzertesereignisses auf eindrucksvolle Weise rüberbringt.
2005 - 2008 - Hank Davison Band zieht sich mehr in die Bikerszene zurück und spielt akustisch und mit Band zahlreiche Konzerte auf Bikertreffen in ganz Europa.

2008 - Europa öffnet die Grenzen für Freiberufler. Zahlreiche Bands aus dem Osten kommen auf die Bikerfeten und spielen zu Preisen bei denen Hank nicht mehr mithalten kann.

2009 - Der Kongurenzdruck wird zu groß, die Auftragslage geht rapide zurück. Hank kann die Band nicht mehr halten. Nach über zwanzig Jahren gibt er schweren Herzens seine Bikerband auf.
Er beschliesst etwas ganz anderes zu machen. Hank und seine langjährige Frau und good ol´ Lady Nine gehen nach Prag und übernehmen Prags ersten Hexenladen. Nine schmeisst den Laden und Hank übernimmt Werbung und wird zur Kultfigur der Prager Hexen- und Magierszene. Aber die Musik fehlt ihm. Er beginnt mit Psychobilly-, Ska- und Reaggaebands um die Häuser zu ziehen und tritt vermehrt alleine nur mit akustischer Gitarre auf. Nach einem Jahr kehren Nine und Hank Prag den Rücken und ziehen zurück nach Oberbayern wo Nine jetzt eine Konzertagentur betreibt und Hank in seinem kleinen Studio arbeitet.

2013 - Inzwischen ist Hank Davison seit 2009 solo unplugged on the road und spielt ein- bis zweimal die Woche in Liveclubs oder Motorradclubhäusern in ganz Europa. Er macht (immer noch) Countryblues, Southern Rock und Rock & Roll. Mit seiner charismatischen Stimme und seinem puristischen, blueslastigen Gitarrenspiel gelingt es ihm auch ohne Band sein Publikum immer wieder aufs neue zu überraschen und zu begeistern.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü